Aus offenkundig wirtschaftspolitischen Erwägungen heraus wurde Absinth zu Beginn des 20. Jahrhunderts in großen Teilen Europas verboten. Offiziell wurde das im Absinth enthaltene Thujon, das in hohen Dosen hallozinogen wirkt und als Psychodroge gilt, dafür verantwortlich gemacht.
Seit 1998 ist die Verarbeitung thujonhaltiger Pflanzen und Pflanzenteile wieder erlaubt. Zu beachten sind hier jedoch vorgeschriebene Höchstgehalte an Thujon, die 10 mg/kg bei einem Alkoholgehalt von 25% vol. nicht überschreiten dürfen.
Zu den berühmtesten Absinth-Trinkern gehörten Oscar Wilde, Ernest Hemmingway, Vincent van Gogh, Pablo Picasso und viele andere, die einen Großteil ihrer Schaffenskraft auf den Genuss von Absinth zurückführen. Absinth wird nie unverdünnt getrunken (60% vol.!) und die Liste der Trinkrituale und Rezepte ist lang.
Traditionelles Tschechisches Trinkritual
Es werden 2 cl Absinth in ein Glas gegeben. Dann wird ein Teelöffel mit gehäuftem Kristallzucker so in den Absinth getaucht, dass der Zucker auf dem Löffel bleibt und sich mit Absinth vollsaugt. Nun wird der Zucker entzündet und karamelisiert durch die Verbrennung. Nachdem die Flamme erloschen ist, wird der Zucker im Absinth verrührt und anschließend mit eiskaltem Wasser im Verhältnis 1:1 verdünnt.
Klassisches Trinkritual
Es werden ca. 2 cl in ein Absinth-Glas gegeben. Darauf legt man einen Löffel mit ein bis zwei Stück Würfelzucker, der ganz langsam mit Wasser übergossen wird. Nach einiger Zeit hat sich der Zucker aufgelöst und es wird soviel Wasser dazu gegossen, bis der Absinth den gewünschten Geschmack erreicht hat.